Die Zusammenarbeit der Schweiz im Bereich Wasser
Wasser ist eine lebensnotwendige, facettenreiche Ressource und ein Motor des Wirtschaftswachstums. Die verschiedenen Funktionen der Ressource sind jedoch oft durch Probleme bei der Verfügbarkeit, Verteilung und rationellen Nutzung gestört. Während im Jahr 2000 8% der Weltbevölkerung von chronischem Wassermangel betroffen waren, werden es im Jahr 2050 bereits 45% oder 4 Mrd. Menschen sein. Bei der Wassernutzung bestehen konkurrenzierende Interessen, die auch zu Konflikten führen können. Wasser ist daher häufig Gegenstand von Verhandlungen, die auch Gelegenheit zum Dialog bieten. Der folgende Artikel skizziert die Herausforderungen, die sich im Zusammenhang mit Wasser in menschlicher, ökonomischer und ökologischer Hinsicht stellen und präsentiert die Ziele und Lösungsansätze der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit in diesem Bereich.1
Wasser – ein einzigartiges und komplexes Gut
Wasser ist nicht nur das wichtigste Lebensmittel; es ist auch ein bedeutender Hygieneträger, ein wichtiger Produktionsfaktor und ein Grundbaustein des Ökosystems. Wasser ist somit ein Schlüsselfaktor der sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung sowie der Erhaltung der natürlichen Ressourcen. Dies alles macht den Bereich Wasser zu einem komplexen System. Auch das so genannte «virtuelle Wasser» beeinflusst weitgehend die ganze Wertschöpfungskette: 80% des Wassers, das in den in der Schweiz konsumierten Gütern enthalten ist, stammt aus dem Ausland. Unsere wirtschaftliche Entwicklung hängt somit stark von der Verfügbarkeit von Wasser in anderen Regionen der Welt ab. Wasser ist somit als öffentliches Gut zu betrachten, dessen Bereitstellung und Schutz mit der Wahrnehmung öffentlicher Interessen sowie mit den Grundrechten zu tun hat. Grafik 1 zeigt die komplexen Beziehungen des Wasserkreislaufes von der Gewinnung bis zur Abwasserreinigung.Aufgrund dieser Eigenschaften und Funktionen braucht es ein angemessenes und transparentes Wassermanagement. Nur so kann ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum garantiert und folglich die Armut reduziert werden. Vorsichtig geschätzt generiert ein in diesem Bereich investierter Franken einen Nutzen von 3 bis 5 Franken, wenn die vermiedenen Ausgaben und die Produktivitätssteigerung mit berücksichtigt werden.
Herausforderungen im Bereich Wasser
Versorgungssicherheit und ökologische Nachhaltigkeit
Die zuverlässige und ausreichende Versorgung mit Wasser ist sowohl für den Staat wie auch für die Gesellschaft zentral und stellt eine Vorbedingung für Wirtschaftswachstum dar. Für die politisch Verantwortlichen im Bereich Wasser geht es darum, den Konsumenten Zugang zu Wasser in genügender Menge und Qualität zu ermöglichen. Weltweit haben über 1 Mrd. Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Eines der Millennium-Entwicklungsziele ist denn auch, diese Zahl bis 2015 zu halbieren. Dieses Ziel dürfte jedoch verfehlt werden, wenn keine aussergewöhnlichen Anstrengungen unternommen werden. Gleiches gilt für Abwassersysteme, an die 2,6 Mrd. Menschen keinen Anschluss haben.Die Verbesserung der ökologischen Nachhaltigkeit fordert auch die Gewährleistung der Wasserqualität. Leider lassen sich viele Politiker von den kurzfristigen Kosten der Abwasserentsorgung abschrecken und vernachlässigen diese zugunsten der Trinkwasserversorgung, die in der Öffentlichkeit ein besseres Image hat. Die Konsequenz daraus sind stark negative Wirkungen auf die Umwelt, die sich in der Verschmutzung von Wasser und Böden – und den damit einhergehenden beträchtlichen Risiken für die öffentliche Gesundheit – manifestieren. Im Bereich der Bewässerung kommt zum Mengenproblem der Aspekt der saisonalen Verfügbarkeit hinzu, der überdies mit anderen Nutzungsarten – wie z.B. der Energiegewinnung – konfligieren kann.
Effizienz der Wassersysteme
Die Effizienz der Produktions- und Verteilsysteme und die umweltgerechte Abwasserentsorgung sind oft das grössere Problem als die Menge des verfügbaren Wassers an der Quelle. Die entsprechenden Infrastrukturen befinden sich – sofern vorhanden – denn auch häufig in einem Zustand des fortgeschrittenen Zerfalls. Dies führt zu einer schlechten Wasserqualität und zu Mengenverlusten von zum Teil über 50%. Ausserdem erhöht sich dadurch der Stromverbrauch, vor allem bei Pumpen und Aufbereitungsanlagen. Die Achillesferse der Wassersysteme im ländlichen wie im städtischen Raum liegt aber vielfach in ihrer ökonomischen und technischen Bewirtschaftung. Sie äussert sich in Betriebsstörungen, Verlusten und mangelnden Einkünften, welche für die Funktionstüchtigkeit des Systems notwendig sind. Darüber hinaus ist die Effizienz von Bewässerungssystemen ebenso wichtig.
Rahmenbedingungen für eine nachhaltige Finanzierung
Der Wassersektor hat mit einem bedeutenden strukturellen Finanzierungsproblem zu kämpfen: Für den Aufbau und Unterhalt leistungsfähiger Infrastrukturen sind grosse Investitionen notwendig – dies in einem polit-ökonomisch oft sehr riskanten Umfeld und mit unattraktiven Ertragsaussichten. Die Kunden sind nur selten in der Lage, die Produktionskosten des verbrauchten Wassers vollumfänglich zu bezahlen. Schätzungen zufolge sollten die Kosten für den Wasserverbrauch 4% des verfügbaren Einkommens nicht übersteigen. Die Massnahmen zur Verbesserung der finanziellen Nachhaltigkeit sind indes schwierig umzusetzen. Die Wahrnehmung der Probleme und Herausforderungen ist zumeist auf die jeweilige Verbrauchsart beschränkt. Die Zusammenarbeit der beteiligten Institutionen oder Ministerien ist nicht immer optimal, weshalb die Lösungsansätze oft lückenhaft sind. Widersprüchliche politische Interessen führen zudem zu falschen finanziellen Anreizen, was einen sparsameren Umgang mit Wasser kaum fördert. Nur selten besteht eine klare Vorstellung darüber, welche Bereiche mit Steuern und welche mit Abgaben finanziert werden sollen. Das trifft insbesondere für planwirtschaftliche Systeme nach sowjetischem Vorbild zu.
Wasser in der industriellen Produktionskette
Wasser ist nicht nur ein Bestandteil vieler mehr oder weniger stark verarbeiteter Nahrungsmittel. Es wird auch in zahlreichen industriellen Prozessen als Produktsfaktor bei der Fertigung (Reinigung, Verdampfung) verwendet. Der Anteil dieses «virtuellen Wassers» variiert stark je nach Produkt. Eine schlechte Wahl kann sowohl in der Industrie wie auch in der Landwirtschaft eine grosse Zunahme der Wassernachfrage – und entsprechend höhere Produktionskosten – zur Folge haben.
Kompetenzen in der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit
Fünf Bundesämter leisten einen aktiven und konzertierten Beitrag im Bereich Wasser. Der Interdepartementale Ausschuss Nachhaltige Entwicklung (Idane) gewährleistet die Kohärenz der Tätigkeiten. Dazu stützt sich der Ausschuss auf bedeutende Finanzierungsinstrumente, insbesondere des Staatssekretariats für Wirtschaft (Seco) und der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza), die Festsetzung der Prioritäten aller involvierten Akteure und eine gemeinsame Entscheidungsfindung im internationalem Rahmen. Diese «Vergemeinschaftung» der Anstrengungen verleiht der Schweiz einen Einfluss, den sie rein aufgrund ihres relativ geringen finanziellen Beitrags sonst nicht ausüben könnte.Während das Bundesamt für Umwelt (Bafu) die globale Debatte um die Zerstörung von Ökosystemen prägt, engagiert sich das Bundesamt für Gesundheit (BAG) zum Thema Wasserqualität. Das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) schliesslich konzentriert sich auf die landwirtschaftliche Produktivität des Wassers und die Bekämpfung der Verschmutzung durch Agrarprodukte.Die Zusammenarbeit umfasst zwei Stossrichtungen: die wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Entwicklungszusammenarbeit. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit wird vom Seco (EVD) wahrgenommen. Sie kann über zwei Jahrzehnte Erfahrung im Bereich Wasser und Abwasser im städtischen Raum vorweisen. Durchschnittlich werden 15 bis 20 Mio. Franken pro Jahr dafür aufgewendet. Aktuell sind 16 Projekte im Gang; die Gesamtsumme des Engagements beläuft sich auf 131 Mio. Franken. Die Entwicklungszusammenarbeit ist bei der Deza (EDA) angesiedelt und geht auf die ersten Projekte in den 1970er-Jahren zurück. Im Zentrum der Aktivitäten steht hier der ländliche Raum mit den Schwerpunkten Trinkwasser, Abwasser (40 Mio. Franken pro Jahr) und Bewässerung.Die Komplementarität der beiden Ansätze hat zur Herausbildung spezifischer Kompetenzen geführt:− Die wirtschaftliche Zusammenarbeit ist bekannt für ihre Aktivitäten zur Stärkung der Regulierungsbehörden, zum Aufbau von finanziellen und technischen Managementkapazitäten im Bereich der Wasserversorgung sowie zur Förderung eines sparsamen Umgangs mit Wasser des Privatsektors (Industrie). Sie begünstigt einen auf den nationalen, regionalen oder lokalen – staatlichen oder parastaatlichen – Strukturen aufbauenden Ansatz.− Die Entwicklungszusammenarbeit ist bekannt für ihren partizipativen Ansatz bei der Wasserbewirtschaftung sowie für ihre dezentralisierten Systeme in ländlichen Regionen, die sowohl der Bewässerung als auch der Trinkwasserversorgung dienen. Ihre Repräsentanten haben eine wichtige Stimme auf den internationalen Foren der Sektorpolitiken und spielen eine führende Rolle bei den Diskussionen um die Wasserversorgung als Teil der Menschenrechte.− Durch den multifunktionellen Charakter des Wassers wurde auch bei der Interaktion mit anderen Sektoren besonderes Know-how aufgebaut: Wasser-Energie (Seco), Wasser-Landwirtschaft (Deza) und Wasser-Gesundheit (Deza, siehe Kasten 1).
Lösungsansätze und Prioritäten der Zusammenarbeit
Die soziale und wirtschaftliche Entwicklung ist untrennbar mit dem Wasser – insbesondere der Infrastruktur und Wasserbewirtschaftung – verbunden. Der Umweltschutz ist der Schlüssel zur Nachhaltigkeit und zur langfristigen Wirtschaftlichkeit des Sektors. Voraussetzung dazu ist eine effiziente Nutzung des vorhandenen Wassers in seinen verschiedenen Funktionen und eine konsequente Abwasserreinigung. Die Qualitätssicherung des lebenswichtigen Gutes − von der Quelle über die Aufbereitung und Verteilung bis zur Behandlung − ist ein Produktionskostenfaktor, der grösstenteils von den Konsumenten/Steuerzahlenden getragen werden muss. Diese haben somit das Recht auf eine gerechte und transparente Bewirtschaftung dieses kostbaren Gutes.Die schweizerische Zusammenarbeit begegnet den Herausforderungen mit einem Beitrag zu den folgenden Zielen:
Verbesserung der Wasserversorgung von Bevölkerung und Wirtschaft in den Partnerländern
Die Bereitstellung einer effizienten und nachhaltigen Wasserversorgung ist ein grundlegender Beitrag zur wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Ziel der schweizerischen Finanzierungen ist eine Ausweitung der Netze und des Zugangs zu einer zuverlässigen, qualitativ guten und preiswerten Wasserversorgung auch für die ärmeren Bevölkerungsschichten. Dazu gehören auch physische Massnahmen wie z.B. die Installation von Wasserzählern, um den Zugang und – bei Bedarf – den Handel mit Wasser nachvollziehbar zu gestalten (siehe Kasten 2).
Verbesserung des Zugangs zu Abwasserreinigung von Bevölkerung und Wirtschaft in den Partnerländern
Wirtschaftliche und soziale Entwicklung beruht zu einem grossen Teil auch auf dem Zugang zu einer funktionierenden Abwasserreinigung. Die Schweiz unterstützt die Verbesserung dieser Systeme aus gesundheitlichen und Umweltschutzgründen. Dabei geht es hauptsächlich um Zuverlässigkeit, Qualität und Kostenkontrolle. Da der Nutzen für die Begünstigten nicht direkt sichtbar ist, wird der Abwasserbereich in den Projekten meist stiefmütterlich behandelt. Deshalb braucht es hier besondere Anstrengungen.
Institutionelle Stärkung sowie Förderung der wirtschaftlichen, ökologischen und technischen Tragfähigkeit der öffentlichen Unternehmen im Bereich Wasser und Abwasser
Hier geht es darum, die Geschäftsführung der Wasserversorgungsunternehmen mittels technischer Hilfe zu verbessern. Wichtige Stichworte sind: Einführung von Managementprinzipien, Stärkung der Führungsstrukturen und der internen Kontrollorgane, Investitionsplanung und Kostentransparenz. Ziel ist die Reduktion der kommerziellen Verluste und eine grössere Kundenfreundlichkeit. Unterstützt werden auch die fachlichen Kapazitäten für Unterhalt und Nutzung der Anlagen. Der öffentliche Sektor kann auch von der Erfahrung des privaten Sektors profitieren, etwa in Form von Public-Private Partnerships (Managementverträge) oder Beratungsaktivitäten bei den Wasserversorgungsunternehmen (siehe Kasten 3).
Institutionelle Stärkung sowie Förderung der wirtschaftlichen, ökologischen und technischen Tragfähigkeit der Wasserversorgung in ländlichen und periurbanen Gebieten
Grundsätzlich handelt es sich um ähnliche technische Hilfe bezogen auf ländliche Gebiete. Planung, Bewirtschaftung, Unterhalt und Nutzung beruhen hier auf einem Gemeinwesen, das sich selber organisieren muss, um seine Bedürfnisse – häufig in Zusammenarbeit mit dem öffentlichen oder dem lokalen privaten Sektor – erfüllen zu können. Es handelt sich also um einen partizipativen und sozialen Ansatz.
Reduktion des spezifischen Verbrauchs an realem oder virtuellem Wasser der Wirtschaft in den Partnerländern mit gezielten Massnahmen
Aufgrund mangelhafter Systeme kommen beim Endverbraucher zumeist nur 30% bis 80% des an der Quelle verfügbaren Wassers an. Um die Belastung für Konsumenten, Gesellschaft und Natur erträglicher zu gestalten, wird bei den von der Schweiz finanzierten Projekten systematisch darauf geachtet, dass die Verluste in den Wassernetzen reduziert und die Effizienz der Behandlung sowie die industriellen Prozesse verbessert werden. Die dadurch erzielten Einsparungen im spezifischen Wasserverbrauch pro Person (oder Wirtschaftseinheit) haben generell einen sehr positiven Effekt auf die Energieeffizienz der Wassersysteme. Zudem hat die Reduktion des in landwirtschaftlichen und verarbeiteten Produkten enthaltenen virtuellen Wassers einen realen positiven Effekt auf die Infrastrukturkosten. Von einer Reduktion des Anteils an virtuellem Wasser in den Endprodukten profitieren schlussendlich alle. Diese Aspekte sind besonders wichtig in Ländern mit grossem Wassermangel (siehe Kasten 4).
Verbesserung der wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Kohärenz des Umgangs mit Wasser auf nationaler, regionaler oder kommunaler Ebene mittels Rahmenbedingungen, technischer Hilfe und Politikdialog
Die Schaffung guter Rahmenbedingungen im Hinblick auf einen transparenten Betrieb der Wassersysteme und auf die Projektfinanzierung ist unabdingbar für die Nachhaltigkeit des Sektors. Die diesbezügliche Unterstützung geschieht hier in Form von technischer Hilfe und Politikdialog, um die Wasserversorgung und Abwasserreinigung effizient regulieren zu können. Der rechtliche Rahmen umfasst die Stärkung der Aufsicht, Leistungsverträge, die Verbesserung der finanziellen und tarifären Strukturen sowie die Schaffung eines sozialen Auffangnetzes. Aufgrund des konkreten und lokalen Charakters des Wassers können überdies Fragen rund um Dezentralisierung und Regierungsführung zur Diskussion gestellt werden.Bei der Strategie zur langfristigen Finanzierung dieser Infrastrukturen sowie ihres Ausbaus ist ein heikles Gleichgewicht zwischen dem zentralistischen Ansatz und der möglichst weitgehenden Anwendung des Subsidiaritätsprinzips zu finden. Während Ersterer den sektorspezifischen budgetären Aspekten Rechnung trägt, ist Letzterer an den echten Bedürfnissen der Nutzer sowie ihren sozialen und wirtschaftlichen Möglichkeiten ausgerichtet (siehe Kasten 5).
Mittel und Partnerschaften
Die Infrastruktur zur Wasserversorgung eines Landes oder einer Region benötigt grosse finanzielle Mittel. Aus diesem Grund braucht es wichtige Geldgeber − wie etwa die Weltbankgruppe oder die regionalen Entwicklungsbanken, welche den Empfängerländern Darlehen oder Kredite gewähren. Demgegenüber genügen für Demonstrationsprojekte, die Strukturreformen oder innovative Ansätze fördern sollen, begrenzte Mittel im Bereich von 10 bis 50 Mio. Franken. Diese können von einem Geber, mehreren bilateralen Gebern oder einer Gruppe von Financiers bereitgestellt werden.Die Mittel der schweizerischen Zusammenarbeit werden vom Parlament gesprochen. Sie verteilen sich auf verschiedene Rahmenkredite, die auf die jeweilige Interventionsregion ausgerichtet sind. Drei Instrumente stehen bei der Umsetzung im Vordergrund:− Zuschüsse für Projektfinanzierung, die entweder bilateral oder im Rahmen von internationalen Finanzierungsinstitutionen – wie z.B. der Weltbank, der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) – geleistet werden;− Programm- oder sektorspezifische Beiträge über entsprechende Fazilitäten entlang der oben beschriebenen operationellen Achsen;− Beiträge in Form von Zuschüssen oder Garantien zur Stärkung von Public-Private Partnerships (wie z.B. die Public-Private Infrastructure Advisory Facility PPIAF oder die Private Infrastructure Development Group PIDG) und ähnlichen Finanzierungsmechanismen.Schliesslich wird ein wichtiger Teil des verfügbaren Know-hows und der Technologie der schweizerischen Zusammenarbeit im Bereich Wasser von der Industrie und den Beratern geliefert, die im Bereich Wasser- und Abwasser-Bewirtschaftung von Einzugsgebieten tätig sind. Dabei variieren die nötigen Kompetenzen stark − je nachdem, ob ein Land ganz am Anfang des wirtschaftlichen Transitionsprozesses steht, wie etwa in Zentralasien, oder ob es sich um östliche EU-Länder handelt. Die Schweizer Fachleute haben ein ausgewiesenes Know-how zur Steuerung der komplexen Wasserflüsse und die damit zusammenhängenden Abwägungen aufgebaut. Die Projekte der schweizerischen Zusammenarbeit dienen auch dem Transfer dieses Know-how.Die schweizerische Zusammenarbeit verfügt über ein vielfältiges, durch Eigenständigkeit, Unabhängigkeit und Flexibilität charakterisiertes Instrumentarium. Damit kann sie einen bescheidenen, aber wichtigen Betrag zur nachhaltigen und gerechten Bewirtschaftung des kostbaren Gutes Wasser leisten.


